Wissenschaftstage am EKG im Rahmen des November der Wissenschaft

Zum zweiten Mal veranstaltet das EKG die Wissenschaftstage im „November der Wissenschaft“. Vom 16.-21. November  findet um 19.00 Uhr im Forum ein Fachvortrag einer Expertin oder eines Experten aus verschiedenen Bereichen statt. Hier finden Sie einen Überblick über die Referenten und die Themen. Dieses Jahr kooperiert das EKG zum ersten Mal mit der Universität Hannover im Rahmen des „knowember der Wissenschaft“.

16. November 2018

Prof. Dr. Kristina Schädler - Künstliche Intelligenz

Prof. Dr. Kristina Schädler wird die diesjährigen Wissenschaftstage eröffnen. Unter dem Titel ‚Künstliche Intelligenz‘ wird sie in ihrem Vortrag den Zusammenhang zwischen menschlicher Erkenntnis und maschinellem Lernen diskutieren. Intelligente Systeme sind aus kaum einem Bereich des täglichen Lebens noch wegzudenken und vereinfachen es zunehmend. Diese Entwicklung steht im engen Zusammenhang mit der menschlichen Erkenntnis, denn schließlich muss der Mensch mit der Entwicklung Schritt halten können. Der Vortrag wirft also die Frage nach dem Menschen innerhalb des Fortschritts auf.
Frau Schädler forscht und lehrt an der FH Westküste und hat dort den Lehrstuhl für Datenverarbeitung inne. Nach ihrem Studium der Mathematik mit dem Schwerpunkt ‚Theoretische Informatik‘ promovierte sie auf dem Gebiet des maschinellen Lernens und wurde für ihre Arbeit mit dem Chorafas-Forschungspreis für junge WissenschaftlerInnen ausgezeichnet. Nach einem kurzen Ausflug in die freie Wirtschaft, wo sie in den Bereichen Projektmanagement, Consulting und Softwareentwicklung wirkte, kehrte sie zurück in die Wissenschaft.

19. November 2018

Tobi Rosswog - Nachhaltiger Konsum - geht das überhaupt?

Wachstum gilt als ein positiver Begriff, der insbesondere in wirtschaftlicher Hinsicht als Garant für steigenden Wohlstand in unserer Gesellschaft verstanden wird. Die wissenschaftliche Diskussion hat sich aber in den letzten Jahren immer stärker der Frage zugewandt, ob unendliches Wachstum möglich ist. Insbesondere die Notwendigkeit von nachhaltigen Lebensstilen angesichts der klimatischen Veränderungen und deren Folgen stellt das Wachstumsstreben infrage. Tobi Rosswog vom Bildungskollektiv Mainz wird in seinem Vortrag über die Möglichkeit eines guten und nachhaltigen Lebens sprechen. Darüber hinaus wird er in die sogenannte Postwachstumsökonomie einführen und dabei über aktuelle Begriffe wie ‚graue Energie‘ und Suffizienz aufklären.
Tobi Rosswog ist als freier Dozent, Autor und Aktivist in ganz Deutschland unterwegs. Sein Experiment eines geldfreien Lebens erregte große Aufmerksamkeit und einige Medien handelten ihn sogar als Deutschlands ‚coolsten‘ Aktivisten. Sein neues Buch ‚After Work‘ ist im Oktober 2018 im oekom Verlag erschienen.

21. November 2018

Dr. phil. Andreas Braune - Berlin ist nicht Weimar

Viele prominente Beobachter der gesellschaftlichen und politischen Entwicklung in Deutschland meinen Parallelen zum Ende der Weimarer Republik und den frühen dreißiger Jahren des vergangenen Jahrhunderts zu erkennen. Kurz nach dem 100-jährigen Jubiläum der Proklamation der ersten deutschen Republik am 9. November 1918 analysiert Dr. phil. Andreas Braune von der Forschungsstelle Weimarer Republik diesen vielbeschworenen Vergleich. Was ist dran, was spricht dagegen?
Andreas Braune studierte Politikwissenschaft, Neuere Geschichte und Romanistik an der Friedrich-Schiller-Universtität Jena und am Institut d’Etudes Politique de Rennes. Anschließend promovierte er mit einer Arbeit über Zwang in Politischer Theorie und Anthropologie. Nach zahlreichen Tätigkeiten als wissenschaftlicher Mitarbeiter ist er seit August 2016 stellvertretender Leiter der Forschungsstelle Weimarer Republik, die 2016 an der Friedrich-Schiller-Universität Jena eingerichtet wurde. Zudem ist er seit 2015 Mitglied im wissenschaftlichen Beirat des ‚Weimarer Rendez-vous mit der Geschichte‘, dessen wissenschaftlicher Koordinator er von 2012 bis 2018 war.