DIE GYMNASIALE OBERSTUFE AM ERICH KÄSTNER GYMNASIUM

Unter der gymnasialen Oberstufe versteht man die Schuljahrgänge 10 bis 12. Am Ende von Klasse 12 erhalten Schülerinnen und Schüler nach Bestehen der Abiturprüfungen ihr Reifezeugnis – das Abitur. Für Fragen zur Schullaufbahn, bei Problemen und Beratungsbedarf steht die Oberstufenkoordinatorin jederzeit zur Verfügung, unterstützt von den Tutorinnen und Tutoren.

EINFÜHRUNGSPHASE

ALLGEMEINE INFORMATIONEN

Die Einführungsphase ist der 10. Schuljahrgang am Gymnasium. Schülerinnen und Schüler des Erich Kästner Gymnasiums werden bei entsprechender Leistung ohne weitere Prüfung von Klasse 9 in die Einführungsphase versetzt. Der Unterricht wird überwiegend im Klassenverband erteilt. Die Fremdsprachen, Informatik, Darstellendes Spiel, Kunst und Musik, Religion und Werte und Normen sowie Sporttheorie werden in Kursen unterrichtet.

Fächer

Am Erich Kästner Gymnasium können als neue Fächer Darstellendes Spiel, Informatik oder Spanisch als dritte Fremdsprache gewählt werden. In der Einführungsphase müssen zwei der drei Fächer Darstellendes Spiel, Kunst und Musik belegt werden. Wer am Ende der 9. Klasse seine zweite Fremdsprache abgewählt hat, muss eine neue Fremdsprache für die gesamte Oberstufe belegen. Wer Informatik wählt, darf eine der anderen Naturwissenschaften (Biologie, Chemie, Physik) abwählen. Es ist aber auch möglich, Informatik zusätzlich zu wählen. Schülerinnen und Schüler, die Sport im Abitur als 5. Prüfungsfach wählen möchten, müssen bereits in der Einführungsphase Sporttheorie belegen und der Schule eine ärztliche Unbedenklichkeitsbescheinigung vorlegen.

Wichtig ist, dass man Fächer, die man in der Qualifikationsphase wählen möchte, auch in der Einführungsphase belegt hat.

Beispiel: Soll Religion Prüfungsfach sein, muss die Schülerin/der Schüler auch in Klasse 10 mindestens ein Halbjahr Religion und nicht Werte und Normen belegen.

Abschlüsse

Die Versetzung in die Qualifikationsphase ist gleichbedeutend mit dem Erweiterten Sekundarabschluss 1. Bei Nichtversetzung wird der Sekundarabschluss 1 erworben.

SCHRIFTLICHE LERNKONTROLLEN

In vierstündigen Fächern werden 4 bis 6, in dreistündigen 3 bis 5 Kontrollen im Schuljahr geschrieben. In den übrigen Fächern sind zwei Lernkontrollen im Schuljahr verbindlich. Die Fachkonferenzen der Fächer Musik und Kunst können davon abweichende Regelungen treffen. In Sport(Praxis) wird keine, in Sporttheorie eine Lernkontrolle geschrieben.

SCHÜLERINNEN UND SCHÜLER MIT NICHT-GYMNASIALER LAUFBAHN

Für Schülerinnen und Schüler, die nicht das Gymnasium besucht, wohl aber den erweiterten Sekundarabschluss I erworben haben, wird am Erich Kästner Gymnasium eine entsprechende Klasse eingerichtet, in der sie angemessen auf die Qualifikationsphase vorbereitet werden.

Das Schuljahr beginnt für diese Schülerinnen und Schüler mit einem Einführungstag, damit die Klasse sich in dieser neuen Zusammensetzung kennen lernen kann. Außerdem stellen die Klassenlehrkräfte Arbeitsmethoden und Regeln vor, so dass die Schülerinnen und Schüler auf den Schulalltag vorbereitet sind.

QUALIFIKATIONSPHASE

ALLGEMEINE INFORMATIONEN

Die Qualifikationsphase besteht aus zwei Schuljahren:

Q1: 1. und 2. Halbjahr = 11. Jahrgang

Q2: 3. und 4. Halbjahr = 12. Jahrgang

Der gesamte Unterricht findet in Kursen statt. Die Schülerinnen und Schüler wählen je nach Neigung und Fähigkeit einen Schwerpunkt, der die Grundlage für die individuellen Stundenpläne bildet. Die Belegungs- und Einbringungsverpflichtungen bestimmen die weiteren Fächer. Eine zu geringe Anwahl eines Faches kann in Einzelfällen eine Umwahl erfordern. Allerdings ermöglicht die erfolgreiche Kooperation zwischen der Sekundarstufe II des Erich Kästner Gymnasiums und der Sekundarstufe II der Albert-Einstein-Schule den Schülerinnen und Schülern, aus einem breit gefächerten Kursangebot zu wählen.

Innerhalb der Qualifikationsphase gibt es weder eine Versetzung noch ein „Sitzenbleiben“, aber Schülerinnen und Schüler können nach dem ersten Schulhalbjahr der Qualifikationsphase in das zweite Schulhalbjahr der Einführungsphase zurücktreten. In der Qualifikationsphase kann die Schülerin/der Schüler am Ende des zweiten Schulhalbjahres in das erste Schulhalbjahr, am Ende des dritten Schulhalbjahres in das zweite Schulhalbjahr zurücktreten. In der Qualifikationsphase wird zwischen Fächern auf erhöhtem (immer vierstündig) und auf grundlegendem Niveau(vier- oder zweistündig) unterschieden.

SCHWERPUNKTE

Das Erich Kästner Gymnasium bietet die folgenden vier Schwerpunkte an:

Sprachlicher Schwerpunkt:

Deutsch,Englisch, Französisch und Latein können als Prüfungsfächer auf erhöhtem und grundlegendem Niveau, Spanisch als Prüfungsfach auf grundlegendem Niveau gewählt werden.

Musisch-künstlerischer Schwerpunkt:

Musik oder Kunst können als Prüfungsfächer auf erhöhtem Niveau in Kombination mit Deutsch oder Mathematik gewählt werden.

Gesellschaftswissenschaftlicher Schwerpunkt:

Geschicht, Erdkunde, Religion und Politik-Wirtschaft können als Prüfungsfächer auf erhöhtem und grundlegendem Niveau gewählt werden.

Werte und Normen wird als Prüfungsfach auf grundlegendem Niveau angeboten.

Naturwissenschaftlicher Schwerpunkt:

Biologie, Chemie, Physik und Mathematik können als Prüfungsfächer auf erhöhtem und grundlegendem Niveau gewählt werden.

Informatik wird als Prüfungsfach auf grundlegendem Niveau angeboten.

UNTERRICHTSORGANISATION

Der Stundenplan ist in Leisten, auf denen verschiedene Kurse auf erhöhtem und grundlegendem Niveau parallel liegen, eingeteilt. Die Schülerinnen und Schüler haben im Durchschnitt 34 Wochenstunden zu belegen. Der Unterricht wird in Kern-, Schwerpunkt, Ergänzungs- und Wahlfächern sowie in einem Seminarfach erteilt.

Verordnung über die gymnasiale Oberstufe

PRÜFUNGSFÄCHER

Die Schülerinnen und Schüler wählen vor Eintritt in die Qualifikationsphase 5 Prüfungsfächer, drei auf erhöhtem und zwei auf grundlegendem Niveau. In den ersten vier Prüfungsfächern wird eine schriftliche Abiturprüfung abgelegt, im fünften Prüfungsfach findet die mündliche Abiturprüfung statt.

Die fünf Prüfungsfächer müssen aus den drei verschiedenen Aufgabenfeldern A (Sprachen, Kunst, Musik), B (Geschichte, Erdkunde, Politik, Religion, Werte und Normen) und C (Mathematik, Biologie, Chemie, Informatik, Physik) stammen. Die drei Fächer auf erhöhtem Niveau gehen doppelt in die Wertung für das Abitur ein. Zwei der Prüfungsfächer müssen eine Fremdsprache, Mathematik oder Deutsch sein.

BELEGUNGSVERPFLICHTUNG

Die Prüfungsfächer müssen durchgängig belegt werden. Die weiteren Belegungsverpflichtungen sind der aufgeführten Übersicht zu entnehmen.

Qualifikationsphase der gymnasialen Oberstufe:
Schwerpunkte und Unterrichtsfächer sowie Belegungsverpflichtungen 1)

Sprachlicher Schwerpunkt Musisch- künstlerischer Schwerpunkt Gesellschafts- wissenschaftlicher Schwerpunkt Natur- wissenschaftlicher Schwerpunkt Sportlicher Schwerpunkt Wochenstunden Schulhalbjahre
Schwerpunktfach fortgeführte Fremdsprache Kunst oder Musik Geschichte Naturwissenschaft Sport 42) 4
weitere Fremdsprache3) Deutsch3) Politik-Wirtschaft4)Erdkunde, Religion oder Philosophie weitere Naturwissenschaft5) Naturwissenschaft 4 4
Kernfächer Deutsch3) Deutsch Deutsch Deutsch 4 4
Fremdsprache Fremdsprache Fremdsprache Fremdsprache 4 4
Mathematik Mathematik3) Mathematik Mathematik Mathematik 4 4
Ergänzungsfach Naturwissenschaft Naturwissenschaft Naturwissenschaft 4 4
Musik, Kunst oder Datstellendes Spiel6) Musik, Kunst oder Darstellendes Spiel6) Musik, Kunst oder Datstellendes Spiel6) Musik, Kunst oder Datstellendes Spiel6) Musik, Kunst oder Datstellendes Spiel6) 2 2
Geschichte Geschichte Geschichte Geschichte 2 2
Politik-Wirtschaft Politik-Wirtschaft Politik-Wirtschaft Politik-Wirtschaft Politik-Wirtschaft 2 2
Religion, Werte und Normen oder Philosophie7) Religion, Werte und Normen oder Philosophie7) Religion, Werte und Normen oder Philosophie7)8) Religion, Werte und Normen oder Philosophie7) Religion, Werte und Normen oder Philosophie7) 2 4
weitere Fremdsprache oder weitere Naturwissenschaft9)10) weitere Fremdsprache oder weitere Naturwissenschaft9)10) 4 2
Sport11) Sport11) Sport11) Sport11) 2 4
Seminarfach Seminarfach Seminarfach Seminarfach Seminarfach 2 4
Wahlfächer weitere Fächer nach der Anlage 412) + +
1) Auf die zusätzlichen Belegungs- und Stundenverpflichtungen, die sich aus der Wahl eines Prüfungsfaches im gesellschaftswissenschaftlichen Aufgabenfeld nach § 11 Abs. 4 Nr. 1 ergeben, wird hingewiesen.
2) Im sportlichen Schwerpunkt fünf Wochenstunden.
3) Im sprachlichen Schwerpunkt kann die weitere Fremdsprache als Schwerpunktfach durch das Fach Deutsch ersetzt werden; die Belegungs- und Einbringungsverpflichtungen in dieser Fremdsprache bleiben hiervon unberührt. Im Musisch-künstlerischen Schwerpunkt kann das Fach Deutsch als Schwerpunktfach durch das Fach Mathematik ersetzt werden; die Belegungs- und Einbringungsverpflichtungen im Fach Deutsch bleiben hiervon unberührt.
4) Sofern das Fach Politik-Wirtschaft nicht als Schwerpunktfach gewählt wird, muss es zwei Schulhalbjahre lang als Ergänzungsfach belegt werden.
5) Die weitere Naturwissenschaft kann durch das Fach Mathematik oder Informatik ersetzt werden; wird sie durch das Fach Mathematik ersetzt, so bleiben die Belegungs- und Einbringungsverpflichtungen in dieser Naturwissenschaft hiervon unberührt.
6) Das Fach Darstellendes Spiel kann nur gewählt werden, wenn es an der Schule durch die oberste Schulbehörde genehmigt worden ist. Sofern Kunst oder Musik als Prüfungsfach gewählt worden ist, kann Darstellendes Spiel nicht zusätzlich als mündliches Prüfungsfach gewählt werden.
7) Wer nicht das Fach Religion wählt, muss das Fach Werte und Normen oder Philosophie belegen. Wird Religionsunterricht der Religionsgemeinschaft, der die Schülerin oder der Schüler angehört, nicht angeboten und muss nach § 128 Abs. 1 NSchG an dessen statt keines der dort genannten Fächer gewählt werden, so ist ein anderes Fach, das nicht Prüfungsfach ist, aus dem gesellschaftswissenschaftlichen Aufgabenfeld zu belegen; dieses Fach kann auch Werte und Normen oder Philosophie sein.
8) Sofern Religion oder Philosophie nicht als Schwerpunktfach gewählt wird, muss es vier Schulhalbjahre lang als Ergänzungsfach belegt werden.
9) Die weitere Naturwissenschaft kann durch das Fach Informatik ersetzt werden.
10) Es kann nur ein Fach gewählt werden, in dem in der Einführungsphase durchgehend am Unterricht teilgenommen wurde.
11) Ist Sport fünftes Prüfungsfach, so müssen zusätzlich je Schulhalbjahr zwei Stunden Sporttheorie belegt werden. Wer auf Dauer vom Sportunterricht befreit ist, belegt stattdessen ein anderes Fach seiner Wahl.
12) Die Wahlmöglichkeiten richten sich nach dem Angebot der Schule. Wird ein Wahlfach als Prüfungsfach gewählt, so ist es vierstündig zu belegen. Je nach Anwahl des Schwerpunkts und der Prüfungsfächer erfolgt eine zusätzliche Wahl im Rahmen der Schülerpflichtstundenzahl nach § 10 Abs. 2.

EINBRINGUNGSVERPFLICHTUNG

Insgesamt müssen 36 Halbjahresergebnisse in die Abiturwertung einzubringen. Diese Ergebnisse bilden den Block I der Abiturnote, der diese zu 67% bestimmt.

Von diesen 36 Halbjahresergebnissen entfallen 12 auf die Halbjahresergebnisse des 1. -3. Prüfungsfaches in zweifacher Wertung. Die anderen 24 Halbjahresergebnisse, einschließlich die des 4. und 5. Prüfungsfaches, gehen einfach in die Wertung ein.

Die einzubringenden Ergebnisse sind der Liste zu entnehmen. Die Prüfungsfächer, weil ohnehin in die Einbringung inkludiert, werden ignoriert. Falls 36 Ergebnisse nicht erreicht werden, können aus den bisher unberücksichtigt gebleibenen Halbjahresergebnisse weitere ausgewählt und für die Wertung herangezogen werden.

Qualifikationsphase der gymnasialen Oberstufe;
Zuordnung der Fächer zu den Aufgabenfeldern und Anforderungsniveau der Prüfungsfächer

Auf- gaben- felder Fächer wählbar als Prüfungsfach mit
erhöhtem Anforderungs- niveau grundlegendem Anforderungs- niveau
A Deutsch x x
Englisch x x
Französisch x x
Latein x x
Griechisch x x
weitere Fremdsprachen x1) x1)
Kunst x x
Musik x x
Darstellendes Spiel 3) x3)
B Politik-Wirtschaft x x
Geschichte x x
Erdkunde x x
Rechtskunde 2) 2)
Philosophie 2) 2)
Pädagogik 2) 2)
Psychologie 2) 2)
Wirtschaftslehre 2) 2)
Religion x x
Werte und Normen3) x3)
C Mathematik x x
Naturwissenschaften (Physik, Chemie,Biologie) x x
Informatik x2) x2)
Ernährungslehre mit Chemie x2)
Seminarfach
Sport x4) x5)
1) Sofern dieses Fach an der Schule im Sekundarbereich I als Pflicht-, Wahlpflicht- oder Wahlfach unterrichtet wird und als Prüfungsfach eingeführt ist.
2) Sofern dieses Fach an der Schule als Prüfungsfach eingeführt worden ist.
3) Das Fach Darstellendes Spiel kann nur als fünftes Prüfungsfach, das Fach Werte und Normen nur als viertes oder fünftes Prüfungsfach gewählt werden. Das Fach muss an der Schule als Prüfungsfach durch die oberste Schulbehörde genehmigt worden sein.
4) Sofern Sport als Schwerpunktfach an der Schule genehmigt worden ist.
5) Sport kann nur fünftes Prüfungsfach sein.

KLAUSUREN

In den Prüfungsfächern werden im ersten Schuljahr der Qualifikationsphase drei Klausuren, im dritten Schulhalbjahr zwei, im vierten eine Klausur geschrieben. In den anderen Fächern wird pro Schulhalbjahr eine Klausur geschrieben. Das gilt auch für Sporttheorie.

BESONDERE LERNLEISTUNG

Die schriftliche Abiturprüfung im vierten Prüfungsfach kann durch eine besondere Lernleistung ersetzt werden. Diese Leistung besteht aus einer wissenschaftlichen schriftlichen Arbeit und einem Kolloqium. Sie muss nicht in dem Fach, das als viertes Prüfungsfach gewählt wurde, geschrieben werden. Allerdings muss die Belegungsverpflichtung, dass die Prüfungsfächer alle Aufgabenfelder abdecken, gewährleistet sein. Die besondere Lernleistung kann auch nicht in einem Fach, das als 1., 2., 3. oder 5. Prüfungsfach gewählt wurde, erbracht werden. Sind Deutsch, eine Fremdsprache oder Mathe das 4. Prüfungsfach, kann die besondere Lernleistung nur in dem Fach erstellt werden.

Beispiel: Eine Schülerin hat als Prüfungsfächer P1: En, P2: Fr, P3: Bio, P4: Ek, P5: De gewählt und möchte nun Ek durch eine besondere Lernleistung in CH ersetzen. Dann würde ihr ein Fach aus dem Aufgabgenfeld B fehlen. Also müsste sie umwählen und zum Beispiel statt De Ek als 5. Prüfungsfach wählen.

Für nähere Informationen steht die Koordinatorin zur Verfügung.

ERWERB DER FACHHOCHSCHULREIFE

Der schulische Teil der Fachhochschulreife kann nach §17 der Verordnung erworben werden, wenn in zwei aufeinanderfolgenden Schulhalbjahren der Qualifikationsphase

  • im ersten und zweiten Prüfungsfach insgesamt 40 Punkte in zweifacher Wertung, darunter in dreien dieser Ergebnisse mindestens 10 Punkte (auch doppelte Wertung) und
  • in weiteren elf Schulhalbjahresergebnissen, darunter in mindestens sechs Ergebnissen vierstündiger und höchstens fünf zweistündiger Fächer, insgesamt mindestens 55 Punkte in einfacher Wertung und davon in neun dieser Schulhalbjahresergebnisse mindestens jeweils 5 Punkte erreicht worden sein.

Sport

Wählt eine Schülerin/ein Schüler Sport als 5. Prüfungsfach, müssen eine mündliche und eine praktische Prüfung abgelegt werden. Zuvor sind in den vier Halbjahren der Qualifikationsphase zweistündige Sportkurse mit Sportpraxis und zweistündige Sporttheoriekurse zu belegen. Die Leistungen der Kurse in Theorie und Praxis werden im Verhältnis 1:1 gewichtet.

Bevor Sport als 5. Prüfungsfach gewählt wird, ist eine ärztliche Unbedenklichkeitsbescheinigung vorzulegen. Im Falle einer Sportunfähigkeit bis zum Ende des zweiten Halbjahres muss ein anderes Fach als 5. Prüfungsfach gewählt werden. Tritt die Sportunfähigkeit nach Abschluss des zweiten Kurshalbjahres ein, wird nur die sporttheoretische Leistung bewertet.

UNTERRICHTSVERSÄUMNISSE

Hat die Schülerin oder der Schüler Unterricht versäumt und kann die Leistung in einem Fach deshalb nicht bewertet werden, so ist die Belegungsverpflichtung in diesem Fach nicht erfüllt.

SEMINARFACH

Das Seminarfach ist ein zweistündiges Fach, in dem Schülerinnen und Schüler unter anderem lernen, wissenschaftlich korrekt zu arbeiten. Fächerübergreifende und fächerverbindende Problemstellungen sowie die Einübung verschiedener Methoden stehen im Vordergrund. Außerdem schreiben die Schülerinnen und Schüler im Seminarfach eine Facharbeit, bei deren Erstellung die neu erworbenen Fähig- und Fertigkeiten gleich angewendet werden können. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Vorbereitung auf Prüfungssituationen im Abitur. Außerdem werden rhetorische Fertigkeiten mit dem Ziel, an dem Wettbewerb „Jugend debattiert“ teilzunehmen, eingeübt.

STUDIEN- UND BERUFSINFORMATION

Am Erich Kästner Gymnasium findet eine sorgfältige Vorbereitung auf die Zeit nach dem Abitur statt. Die Schülerinnen und Schüler hören Vorträge zu Themen wie Studium und Beruf, Auslandsjahr, Stipendien, aber auch zu Fragen des alltäglichen Lebens. Außerdem werden einzelne Gesprächstermine mit einer Berufsberaterin der Agentur für Arbeit organisiert.